Die neuen Lockdown-Regeln für Bayern

06. Januar 2021 : Wegen weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen hat das bayerische Kabinett die neuen Lockdown-Regeln für Bayern beschlossen. Folgende Regeln gelten in Bayern ab dem 11. Januar: mehr....

Wegen weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen hat das bayerische Kabinett die neuen Lockdown-Regeln für Bayern beschlossen. 

 
Folgende Regeln gelten in Bayern ab dem 11. Januar: 

der bisherige harte Lockdown wird bis mindestens 31. Januar verlängert
Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr bleibt bestehen
Geschäfte und Dienstleistungen außerhalb des täglichen Bedarfs, sowie Gastronomie und Hotels bleiben geschlossen
Kantinen dürfen nur noch Essen zum mitnehmen anbieten
Schärfere Kontaktbeschränkungen: Nur noch eine weitere Person zusätzlich zu den Personen des eigenen Hausstands erlaubt.
Kinderbetreuung darf von einer Kontaktfamilie erfüllt werden.
Schulen bleiben geschlossen. Ab Montag, 11.01. soll es Distanzunterricht geben, wo es möglich ist
Faschingsferien fallen aus! Dort soll Unterricht nachgeholt werden 
Kitas bleiben ebenfalls geschlossen - eine Notbetreuung soll angeboten werden. 
Für Eltern gibt es zusätzliche 10 Krankentage für Kinderbetreuung - alleinerziehende 20 Tage
In Hotspots über einer Inzidenz von 200 wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer zum eigenen Wohnort begrenzt. Das gilt nur für touristische Tagesausflüge. Einkaufen, Beruf und Familie sind ausgeschlossen.
Bei der Einreise aus einem Risikogebiet gilt ab sofort eine Testpflicht und die 10-tägige Quarantäne. Ab dem 5. Tag kann die Quarantäne mit einem negativen Corona-Test beendet werden
Schärfere Kontaktregeln
Ähnlich wie beim ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr werden die Kontaktbeschränkungen nochmal verschärft. Künftig ist nur das Treffen einer weiteren Person möglich. Die Personen des eigenen Hausstandes sind davon ausgenommen. 

Sonderweg bei Einschränkung des Bewegungsradius
Bei der Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer ab dem Wohnort in Hotspots mit einer Inzidenz von über 200 geht Bayern einen Sonderweg. Die Einschränkung auf 15 Kilometer gilt lediglich für touristische Ausflüge. Anders als bei der bundesweiten Regelung ist damit auch Einkaufen in einem größeren Radius als 15 Kilometer erlaubt.

Als Basis für 15 Kilometer-Regelung gilt eine Inzidenz von über 200 und wird ab der Stadtgrenze aus gemessen. 

Im Kampf gegen das Corona-Virus haben sich Bund und Länder auf Einschränkung der Bewegungsfreiheit geeinigt. Somit darf man sich nur im Umkreis von 15 Kilometer zum eigenen Wohnort bewegen, wenn im Landkreis oder der kreisfreien Stadt der Inzidenzwert über 200 liegt. Hierbei zählt die offizielle Auflistung des Robert Koch-Instituts als Maßgabe. Damit sollen vor allem Tagesausflüge in überfüllte oder beliebte Winterregionen verhindert werden.

 
Als Wohnort gilt dabei die Stadt als ganzes, nicht die genaue Adresse. 

Von den Bewegungsbeschränkungen sind unter anderem folgende Tätigkeiten ausgenommen:

die Ausführung von beruflichen Tätigkeiten
medizinische und veterinärmedizinische Notfälle oder ein Arztbesuch,
die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts,
die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
die Begleitung Sterbender,
Handlungen zur Versorgung von Tieren,
ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen.
"Einkaufen, Reisen und tagestouristische Ausflüge" seien aber keine triftigen Gründe.

Huml nicht mehr Gesundheitsministerin
Auch personell wird es in der bayerischen Corona-Politik eine Änderung geben. Die bisherige Gesundheitsministerin Melanie Huml wird in die bayerische Staatskanzlei wechseln und dort die Corona-Politik unterstützen. Im Gegenzug soll der bisherige Staatssekretär Klaus Holetschek zum neuen Gesundheitsminister ernannt werden. Ministerpräsident Söder will dem Kabinett in der kommenden Woche den entsprechenden Vorschlag unterbreiten. 

Click and Collect soll wieder erlaubt sein
Um den angeschlagenen Einzelhandel zu entlasten, soll Click and Collect - also die Abholung von zuvor bestellter Ware im Einzelhandel wieder möglich sein. Zuvor war dies verboten, um den größere Menschenansammlungen im Weihnachtsgeschäft zu verhindern. 

Schulen bleiben geschlossen - Faschingsferien fallen aus 
Die Faschingsferien in Bayern werden in diesem Jahr ausfallen, um ausgefallenen Unterrichtsstoff nachzuholen. Die Schulen und Kitas bleiben vorerst weiter geschlossen.

Für Kindertagesstätten, Schüler der Stufen 1 bis 6, Förderschüler und Kinder mit Behinderungen soll eine Notbetreuung eingerichtet werden. Außerdem soll es die Möglichkeit geben, Kinder privat zu betreuen - allerdings nur in einer festen anderen Kontaktfamilie, wie Söder sagte. 

Quelle: Antenne Bayern

Hier die stets aktuelle Übersicht der Inzidenzwerte:

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.
→ Weitere Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis.

Diese Seite verwendet Personalisierungs-Cookies. Um diese Seite betreten zu können, müssen Sie die Checkbox bei "Personalisierung" aktivieren.